ARGUMENTE

Die Pauschalbesteuerung verletzt die Rechtsgleichheit.
Mehr als 170 000 Steuerpflichtige deklarieren jährlich ihre Einkommen und Vermögen. Einige wenige ausländische Staatsangehörige, die in der Schweiz kein Einkommen erzielen, haben das Privileg mit der Steuerverwaltung über die gewünschte Höhe ihrer Abgaben zu verhandeln. Das ist nicht gerecht.

Die Pauschalbesteuerung verletzt unsere Verfassung.
Gemäss Verfassung müssen die Steuern aufgrund der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erhoben werden. Der Pauschalbesteuerte hingegen gibt lediglich den Lebensaufwand an, wie zum Beispiel den Eigenmietwert seiner Liegenschaft. Aufgrund dieser Deklaration «berechnet» die Steuerverwaltung die Höhe der Steuer – in der Regel etwa den fünffachen Eigenmietwert.

Die Pauschalbesteuerung legalisiert Steuerhinterziehung und untergräbt die Steuermoral.
Die Pauschalbesteuerung ermöglicht und legalisiert die Nicht-Deklaration von Vermögen. Damit fördert sie die Steuerhinterziehung in den Herkunftsländern. Gleichzeitig untergräbt sie die Steuermoral der normalen Steuerzahlenden.

Die Pauschalbesteuerung benachteiligt SchweizerInnen im eigenen Land
Die Möglichkeit, dauernd pauschalbesteuert zu werden, steht nur Ausländerinnen und Ausländern zu. Pauschalbesteuerte Ausländer bezahlen bedeutend weniger Steuern als ihre Schweizer Nachbarn, auch wenn sie x-mal reicher sind.

Die Pauschalbesteuerung ist ein Auslaufmodell.
Im Kanton Zürich hat das Volk die Pauschalbesteuerung abgeschafft. In anderen Kantonen (Graubünden, Zug, Thurgau, Obwalden) sind entsprechende Initiativen unterwegs. Auch das Baselbiet soll nachziehen. Das Baselbiet darf nicht zum Fluchtziel für Leute werden, die hier ihre Privilegien retten wollen.

Die Erträge aus der Pauschalbesteuerung sind sehr gering. Darum jetzt handeln!
Noch ist im Baselbiet der Anteil der Pauschalbesteuerung an den gesamten Steuereinnahmen äusserst gering (weniger als ein Promille). Die Tatsache, dass bis heute im Baselbiet nur ganz wenige von der Pauschalbesteuerung profitiert haben, spricht nicht gegen diese Initiative, sondern gerade dafür. Je schneller diese steuerliche Extrawurst beseitigt wird, mit desto weniger finanziellen Ausfällen ist zu rechnen.
 


Die SP Baselland hat an einer Medienkonferenz am 4. Februar 2010 über die Initiative für die Abschaffung der Pauschalbesteuerung informiert. Hier die Beiträge zum Herunterladen im pdf-Format:

Schluss mit den Steuerprivilegien für reiche AusländerInnen. Die ungerechte Pauschalbesteuerung gehört abgeschafft!
Susanne Leutenegger Oberholzer, Nationalrätin


Steuergerechtigkeit – auch im Baselbiet! Schluss mit der Pauschalbesteuerung!,
Martin Rüegg, Präsident SP Baselland und Landrat

Die Baselbieter Initiative und ihr Hintergrund,
Ruedi Brassel, Sekretär SP Baselland und Mitglied der Finanzkommission